NARKOSEEMPFINDLICHKEIT BEI KATZEN
NARKOSE BEI KATZEN - RISIKO UND SICHERHEIT

NARKOSE BEI KATZEN - RISIKO UND SICHERHEIT
EINLEITUNG
NARKOSEN BEI KATZEN - RISIKO UND SICHERHEIT
Die Katze ist sehr stressempfindlich und reagiert daher oft mit Abwehr auf Spritzen, das Legen von Infusionen usw.. Bei besonders wehrhaften Tieren ist häufig die nicht gut kontrollierbare Gabe von Beruhigungsmitteln und die Narkoseeinleitung intramuskulär oder subcutan (unter die Haut) sogar bei Risikopatienten dennoch das schonendere Verfahren der Narkose. Durch Stress und Aufregung werden vermehrt Katecholamine (sind spezielle Hormone wie Adrenalin, Noradrenalin und Dopamin, die als Überträgerstoffe im Nervensystem fungieren) endogen (innerhalb des Körpers) ausgeschüttet. Hierdurch werden den Herz-Kreislauf betreffende Komplikationen begünstigt, wie z. B. Tachykardien (Herzrasen), Rhythmusstörungen oder die sogenannte Adrenalinumkehr, die den Abfall des Blutdrucks bewirkt sowie Exzitationen (Anregung von Herz, Kreislauf, Atmung oder Nerven).
Immer wieder werden Hunde und Katzen verglichen, was allerdings zu Problem führen kann. Das Allgemeinbefinden einer Katze ist viel schwerer einzuschätzen als das eines Hundes. Erstellt man die Vorgeschichte einer Katze, weist diese deutlich mehr Lücken auf, als beim Hund und die körperliche Untersuchung vor einer Narkose ist nur bedingt durchführbar.
Physiologisch liegt das Blutvolumen bei einer Katze unter dem des Hundes. Bei einer Katze zirkulieren ca. 70 ml pro kg Körpermasse (KM), bei einem Hund etwa 90 ml pro kg Körpermasse. Durch diesen gravierenden Unterschied findet eine völlig unterschiedliche Wirkung und Verteilung der Narkosemittel statt. Bei der Katze besteht außerdem nur eine eingeschränkte Möglichkeit der Glukoronidierung von Pharmaka. Mit Glukoronidierung bezeichnet man den Vorgang der Ausscheidung unpolarer Stoffe über Leber und Niere durch die Bindung an Gluconsäure, die durch die Bindung an Gluconsäure wasserlöslich werden, um damit leichter ausgeschieden werden zu können. Für die Schmerztherapie während einer Operation gibt es nur wenig Medikamente, die eine ausreichende Wirkung haben, für die Katze zugelassen und verträglich sind. Die Katze hat eine relativ große Körperoberfläche, die dadurch die Auskühlung während einer Operation begünstigt.
Die vagalen (den Nervus vagus betreffend) Reflexe sind in einer nicht tiefen Narkose sehr aktiv, so dass die Gefahr eines Stimmritzenkrampfes (Laryngospasmus - kann zu einem gefährlichen Verschluss der Atemwege führen) oder eines vagal bedingten Herzstillstandes bei Eingriffen and Kopf, Augen, Nase, Hals und dem Kehlkopf (Larynx) gerade bei einer oberflächlichen Narkose besteht.
ÜBERWACHUNG DES PATIENTEN
WAS TRÄGT ZUR SICHERHEIT BEI?
Stellen wir fest, dass unser Tier vor der Narkose nicht fit ist, nicht ordentlich frisst oder auch Durchfall hat, sollten planbare Operationen verschoben werden. Um unseren Tieren Sicherheit zu vermitteln, vor allen Dingen unseren Katzen, sollten wir ihnen in ihre Transportbox eine Decke oder ein Tuch legen, dass vertraut riecht. Es sollte auch eine gut verschließbare Box gewählt werden und kein Korb, aus dem das Tier vielleicht unkontrolliert nach der Narkose entkommen kann.
Längere und schwerwiegendere Operationen sollten möglichst unter Inhalationsnarkose durchgeführt werden, da diese Art der Narkose nicht so belastend für ein Tier ist bzw. für dessen Organe (Kreislauf, verschiedene Organe besonders Niere und Leber) als die herkömmliche Narkose und eine bessere Überwachung gewährleistet ist. Während der Operation wird den Tieren eine Dauerinfusion angelegt, die auch noch nach der Operation laufen wird. Dadurch können evtl. Kreislaufprobleme und die nötige Verabreichung von Medikamenten bei Bedarf intravenös erfolgen.
Mit dem Aufwachen des Tieres ist es nicht getan. Von besonders großer Wichtigkeit ist die Nachsorge Zuhause, denn auch da kann es immer noch zu Problemen kommen: Orientierungslosigkeit, Erbrechen, Auskühlung, Unruhe, Unfallgefährdung durch Fehleinschätzung, Verletzung des Operationsgebietes, Nachblutungen etc.. Das sollten wir vermeiden, unsere Tiere warm halten, sie ständig beobachten, auf sie beruhigend einwirken usw.. Ein absolutes Tabu ist es, ein Tier nach der Narkose Zuhause allein zu lassen. In Abhängigkeit von dem Gesamtzustand unserer Tiere steht auch die Nachwirkungsdauer einer Narkose. Junge und gesunde Tiere verkraften eine Narkose besser und sind vielleicht schon nach ein paar Stunden fit, ältere und/oder kranke Tiere können unter Umständen bis zu drei Tage brauchen. Bitte tragen Sie auch dem Rechenschaft.
MERKE
GUTE NACHSORGE IST GENAUSO WICHTIG, WIE EINE GUTE VORSORGE!
DAUERINFUSION
Hier möchte ich alle Birma-Katzen Besitzer nochmals auf folgende Seite hinweisen:
Nachzulesen sind diese Informationen bei "THE BIRMAN CAT BREEDERS FELLOWSHIP" auf der "Vetinary Page" und/oder

CHOSENHILL-BIRMANS - VETERINARY

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Zur Sicherheit finden Sie hier eine Kopie der Beiträg in Form eines pdf-files:
ELEVATED RENAL ENZYMES IN BIRMAN CATS
Copyright liegt bei oben genannten Seiten.
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NARKOSERISIKO BEI MASKENKATZEN - REAGIEREN MASKENKATZEN EMPFINDLICHER?
WICHTIG
Wir werden in eigenem Interesse an diesem Thema dran bleiben. Sollten wir auf neue Erkenntnisse stoßen, stellen wir Ihnen diese selbstverständlich zur Verfügung.
Profitieren Sie für Ihre Katzen von unseren schlechten Erfahrungen oder auch von den gemachten Erfahrungen der Tierärzte von Birmabesitzern, die penetrant auf erhöhte Vorsicht hingewiesen haben. Sie haben lesen können, das es oft hilfreich war.
QUELLENNACHWEIS
M. C. Horzinek et al Krankheiten der Katze; S. 615 ff.
(Sie müssen im Kongressspiegel herunter scrollen, um auf den Beitrag zu gelangen.)
KONGRESSSPIEGEL - DKG-DVG 2005
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KONGRESSSPIEGEL - DKG-DVG 2005
COPYRIGHT
A. Erbslöh 2009
Recherchen A. Erbslöh und M. Roll
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