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KATZENZUCHT "ALTES HOBBY WIEDER JUNG"

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Katzen Extra - Ausgabe 10/2010
(Ich bitte um Beachtung des Copyrights!)
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„Jeder will heutzutage nur noch Zuchtkatzen, und alle wollen züchten“, klagte kürzlich eine Freundin. „Leute, die eine Rassekatze bloß zum Liebhaben wollen, klopfen kaum noch an. Und suchst du mal ein gutes Plätzchen für einen Kastraten, findest du eher eine Stecknadel im Heuhaufen.“ Züchten ist tatsächlich wieder modern, präsentiert sich aber mit einem anderen Gesicht. Teilweise.
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RUNDUM BETRACHTET

Für ältere oder kastrierte Katzen einen passenden neuen Wirkungskreis zu finden war schon allezeit nicht leicht. Weder öffentlich noch unter der Hand, eine Methode, derer sich einige Züchter bedienten, weil ihnen die Abgabe „ausrangierter“ Zuchttiere oft angekreidet wurde.

Daran hat sich nur insofern etwas geändert, als sich kühlen Rechnern diese Problematik immer weniger stellt, weil sie ihre Katze/n weitaus öfter zuchtfähig und gewinnbringend weiterverscherbeln. Keineswegs ausgestorben, aber seltener geworden sind jene, die für mehr als den Gegenwert einer Jahrespackung Zahnbürsten eine tunlichst perfekte Vertreterin ihrer Rasse erwarten.

Die Ernüchterung in Form einer Differenzierung zwischen Zucht- und Liebhabertier pflegte auf dem Fuße zu folgen und gebar die bemerkenswert häufige Anfrage nach einem Preisdrücker der besonderen Art:

Die Katze dürfe gern „kleine Fehler“ haben. Sehen können sollte man sie freilich nicht. Dieser Züchtertraum par excellence konnte durchaus eine beleidigende Steigerung erfahren, wenn sich im Verlauf eines Gesprächs herausstellte, dass der Interessent zwar null Ahnung hat, worauf es bei der jeweiligen Rasse überhaupt ankommt, aber selbiges Nichtwissen hartnäckig verteidigt.

Viele bemühen sich um Informationen und sind halt dubiosen Quellen aufgesessen, die gibt es sondern Zahl, diese jedoch als Bibel zu betrachten und den Züchter der Unwahrheit zu zeihen macht die Sache reichlich unlustig. Klar, im Kampf um den Käufer ist Flunkern nicht ausgeschlossen, andererseits verfügen auch nicht alle Züchter über astreine Wissensquellen.
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GIBT'S DAS HEUTE NICHT MEHR?

Doch.

Aber es verhält sich ein bisschen wie in der Medizin: Die Menge macht das Gift.

Nun ist die Anzahl der Züchtenden gewachsen, ungleich massiver jedoch das Wissen rund um die Katzen, das zudem heute jedem zugänglich ist. Ziemlich viel Gelehrsamkeit hat freilich noch nie allgemein, begeistert, so dass das Halbwissen fröhliche Urständ feiert.

Was auch nicht neu ist, aber je mehr Menschen mit diesem Virus herumrennen und es verbreiten, desto schwieriger wird es für Kundige, Laien zu überzeugen – denn was für unsere mediengläubige Generationen am häufigsten zu hören/lesen ist, nicht zuletzt durch das Internet und seine längst überholten Schwarten, wird ja doch wohl eher richtig sein als das Gefasel eines, der sich vielleicht bloß wichtigmachen will.

Womit sozusagen ein ganzer Berufsstand steigend in Misskredit gebracht wird, der sowieso ständig mit seiner Reputation zu kämpfen hat.
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NEUE SPIELREGELN

Zudem scheint sich die Gepflogenheit, in einer kostengünstig erworbenen Katze plötzlich Zuchtqualitäten zu entdecken, zum Flächenbrand auszuweiten aufgrund der Tatsache, dass Kriterien, deretwegen sie früher als Liebhabertier abgegeben wurde, heute weniger Gültigkeit haben.

Möglicherweise gestützt durch die geringen Chancen, die ein darob geschockter Züchter hatte, trotz Klauseln im Kaufvertrag dagegen anzugehen – nur wenige zerren den falschen Gesellen vor den Kadi, sondern haken die Sache verdrossen ab. Natürlich wurmt es trotzdem, weshalb einige dazu übergegangen sind, den Stammbaum erst rauszurücken, wenn der Käufer mit der Bestätigung antanzt, dass die Katze vertragsgemäß kastriert wurde.

Zeitigte leider keineswegs lückenlosen Erfolg, weil eine zu diesem Zweck umbenannte Katze mit neuer Identität beim Tierarzt unterm Messer landen kann. Nichte jeder guckt in den Impfpass oder prüft die Chipnummer, sofern vorhanden. Und nicht jeder kann zwischen einer langhaarigen Hauskatze und einer Waldkatzenrasse oder einer anderen Adligen von einem Mix woraus auch immer unterscheiden.

Schließlich segelt aus unterschiedlichsten Gründen allerlei unter falscher Flagge und kann somit unverhofft dienlich werden. Womit kein Geheimnis verraten sei, da nachweislich mehrfach vorgekommen. Aufgrund der Ähnlichkeit wurde auch schon mal eine Katze ausgeliehen, wie deren Besitzer freimütig zugab und sich diebisch über die kostenlose Kastration freute.

Bei einer schönen Savannah wird der Deal zwar eher weniger funktionieren, doch steht das tierärztliche Wissen gerade bei echten Raritäten auf relativ verlorenem Posten – und wer’s drauf anlegt, findet fast immer ein Schlupfloch.

Ja, der Mensch ist schlecht.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass jegliches Verbot oder Gesetz einer offenen Aufforderung gleichkommt, es zu umgehen.

Haben Sie das noch nie gemacht?

Genau genommen kein Wunder also, dass zwecks Vermeidung jeglicher Querelen etliche Züchter ihre Kitten heutzutage bereits kastriert abgeben. Zumindest in diesem Zusammenhang ist die strittige Methode durchaus verständlich.
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NUR BARES IST WAHRES

Dass heute beinahe prinzipiell um Zuchttiere angefragt wird, könnte durchaus mit den herrschenden Dumpingpreisen zusammenhängen, die Züchter in Zugzwang bringen, wollen sie auf ihrem Nachwuchs nicht sitzen bleiben.

Womit sich auch die Frage nach den „kleinen Fehlern“ erübrigt, die einigen seltenen Zeitgenossen tatsächlich peinlich ist und die auf diese Weise ohne unangenehmes Palaver günstig an eine makellose Katze kommen. Wie es um die Makellosigkeit bestellt ist, offenbart sich freilich mitunter erst später.

Oft wird indes auch versucht, den satten Kaufpreis herunterzuspielen, weil die Katze den ja wieder hereinbringen kann. So mancher zögerliche Interessent wird kurzsichtig geradezu gedrängt, halt mal einen oder zwei Würfe zu machen. Und sehr viele mehr tun das heute auch, entweder tatsächlich aus finanziellen Gründen oder wirklich bloß, um nett Kinderchen zu haben.

Mag man sich dann von diesen kaum oder gar nicht trennen, finden die Ambitionen eher früher denn später ein natürliches Ende. Oder der Suchtfaktor hat zugeschlagen, und die netten Menschen, die ihre Katze lieben, auch gar nicht „züchten“ wollen und meist moderate Preisvorstellungen haben, lernen mit dem Trennungsschmerz umzugehen, weil sie einfach Spaß daran haben, wenn einmal jährlich die Kleinen Leben in die Bude bringen.

Wogegen nichts einzuwenden ist, selbst wenn sie Jahr für Jahr zum selben Kater pilgern, was ja nun wirklich wenig mit Züchten zu tun hat.

Andere lernen dazu und wechseln, nicht nur um sich an unerwartet bunten Nestern zu erfreuen. Geraten sie dann an einen Deckkaterbesitzer mit schönen Tieren, müssen sie bisweilen verstört zur Kenntnis nehmen, dass ihr Liebling im Vergleich doch stark abfällt und rassetypisch gesehen eher kein Glücksgriff war.

Denn viele liebenswerte Menschen erwerben eine Zuchtkatze, deren Merkmale dem Etikett widersprechen.

Wie das?

Na ja, die Gute hat einen Stammbaum, und darin kommen (bestenfalls) auch keine Ausrutscher vor, von vorn bis hinten alles die gleiche Rasse. Das allein besagt freilich nicht viel und bekundet mitnichten zwingend weder Qualität noch Qualifikation.

Selbige hat ihr einer von jenen Züchtern verpasst, die mit steigender Tendenz grundsätzlich alle ihre Kitten als Zuchttiere verkaufen, ungeachtet eignungstechnischer Kriterien.

Und wieso auch nicht? Sie haben einen Kopf, vier Beine und was sonst noch so zu einer Katze gehört, sind gesund, organisch passend ausgerüstet und sehen auch noch nett aus – wo ist das Problem?

Äh… dass das weniger mit Zucht als mit Vermehrung zu tun hat, zum Beispiel?
Oder dass anständige Leute mit überhöhten Preisen für „minderwertige Ware“ übers Ohr gehauen werden?
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ZWISCHEN REAL UND REELL

Selbstverständlich ist es legitim, sowohl züchterisches Know-how als auch Unkosten in Rechnung zu stellen und weder eine gängige noch eine seltene Rasse, seriös betrieben in der Regel mit viel Aufwand verbunden, nicht unter Wert zu verscherbeln. Aber das Preis-Leistungsverhältnis sollte nicht zuletzt aus moralischen Gründen stimmen.

Gott, wie antiquiert?

Ja nun, wenn es einen solchen gibt, wird der, in dessen Augen nur der blanke Mammon glitzert (zugeben, auch das ist nicht neu), irgendwann mal über die eigenen Füße stolpern. Aber – ohne jetzt alle über einen Kamm scherend verunglimpfen zu wollen!! – liege ich total falsch mit dem Argwohn, dass gewinnorientiertes Verhalten heute deutlicher im Vordergrund steht?

Das alles und jedes etwas „bringen“ muss?

Bedenkt man, dass in der Regel genau solche Züchter keineswegs am Rande der Zivilisation dümpeln, sondern finanziell gut gestellt und intelligent sind, angenehme Nachbarn, Freunde, Kollegen – dann kann’s eigentlich nur am Ego liegen. Welches als chronische Infektion mit Größenwahn ja durchaus subtil rüberkommen kann.
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VON HOLZ- UND ANDEREN AUGEN

Dass Züchter ihr eigenes Potenzial schwer überschätzen, ist zweifellos gleichfalls keine Novität.

Dass heute jeder Stammbäume bekommt, egal was er tut und wie viel er davon versteht, schon. Jetzt mal abgesehen davon, dass man sich die Dinger am Computer locker selber machen kann, weil bei der Unzahl von Vereinen sowieso kein Käufer den Durchblick hat. Und selbst wenn es ein regulär eingetragener Verein ist, stehen dem häufig Menschen vor, die nicht wesentlich mehr Ahnung haben als ihre Mitglieder.

Nachweislich, wie etliche renommierte Züchter bestätigen werden. Was immerhin positiv zu werten ist, jeder fängt mal klein an, und wer bereit ist dazuzulernen, sollte nicht abgewimmelt werden. Andere vermeiden es, sich „diese Blöße“ zu geben, und wursteln halt herum, wer schließlich sollte sie eines Besseren belehren können?

Die eigenen Mitglieder eher kaum – und so kann es kommen, dass, weil ja nun die Vereinsgrenzen mehr oder weniger offen sind, einer (beispielsweise auf Katersuche) eben an einen wirklich kundigen Züchter gerät und aus dem Staunen nicht mehr herauskommt.
Oder umgekehrt dem Erfahrenen fast die Augen aus den Höhlen quellen, wenn er mit Zuchtvorschriften und/oder rassetypischen Details konfrontiert wird, die irgendwie stark an die Bildbeilage eines Provinzblättchens für Kleinkinder erinnert.

Wobei auf die Frage wem zum Teufel so was Abstruses eingefallen sein kann, mitunter treuherzig auf explizite Bestätigung von einem oder mehreren Richtern auf Ausstellungen hingewiesen wird.

Die ja doch definitiv vom Fach sind, oder?

Schon aber…
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ZURÜCK AUF DIE SCHULBANK

Im Hinblick auf die immer wieder geäußerte Forderung nach einem verpflichtenden Führerschein für Züchter – den übrigens (leider nur auf freiwilliger Basis und in nicht direkt überlaufenen Kursen) einige verdiente Clubs bereits anbieten -, wäre jedenfalls ein solcher für Gründungsmitglieder und/oder Verantwortliche gleichermaßen keine üble Idee.

Tunlichst bevor sie gründen oder kandidieren. Eigentlich absurd, das heutzutage kein Mensch ohne entsprechende Qualifikation auf eine Führungsposition hoffen kann, unter dem Deckmäntelchen Hobby aber bar jeder Eignung fast freie Hand hat.

Nicht weniger sinnig wäre wohl ein Aufbrechen der Strukturen und engere Zusammenarbeit, sodass die Vereine in allen wesentlichen Dingen an einem Strang ziehen.

Ansätze gibt’s ja schon, doch weil sicher keiner in die Suppe spucken lassen will, wird überwiegend nach wie vor da regiert, wo Gott wohnt. Wo Normalsterbliche zwar mitreden dürfen, hingegen selten gehört werden.

Der beste Nährboden für Zwergstaaten.
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EINE GANZ BESONDERE SPEZIES

Keine neue Erfindung ist auch, dass Zuchtkatzen mitunter zum Wanderpokal degradiert werden, der Aufwärtstrend indessen unverkennbar.

Neozüchter, die gleich von Anfang an groß einsteigen möchten und ohne sich näher damit zu beschäftigen einen ganzen Schwung Zuchttiere zulegen, die eng verwandt oder auffallend oft Geschwister sind und der Eindruck entsteht, da wurde eine halbe Cattery aufgekauft, mehren sich zusehends.

Allerdings gibt’s auch unter den schon länger Dienenden welche, die eine Neigung dazu haben, tatsächlich alles einzusacken, was grad günstig am Markt ist. Da sitzt dann ein Haufen Voll- oder Halbgeschwister herum, das Haus platzt aus allen Nähten, und dann geht dem Züchter die Luft aus.

Respektive ging schon vorher seines Gehirnes verlustig, denn wozu soll das gut sein?

Blöde Frage, die verpaaren wir erst mal alle miteinander und gucken, was dabei rumkommt. Und die Kater können sich ja anderweitig nützlich machen, sind sie ausgereizt oder das Interesse deckwilliger fremder Mädels hält sich in Grenzen, geben wir ihn ab. Voll intakt, logisch, sonst kriegt man’s ja nicht geregelt mit der Kohle.

Ich kenne tatsächlich Kater (nicht nur einen!),  die teils weit über zehn Jahre alt sind und ihr Klappergestell beim fünften, sechsten oder siebenten Züchter über eine rollige Katze hängen müssen -  weil sie jedes Mal für eine bemerkenswerte Summe den Besitzer gewechselt haben.

Rente ist nicht.
Kastrieren auch nicht, das kostet, und warum auch, solange er kann?

Also reichen wir ihn weiter, bis er halt mal den Löffel abgibt.
Pech für den Letzten.

Selbst wenn man weniger kaltschnäuzig denkt, repräsentieren Kater leicht verdientes Geld, weil sich der Besitzer nicht groß kümmern und lediglich Separees zur Verfügung stellen muss, damit er beim Ausstellen der Deckbescheinigung nicht ins Trudeln kommt. Sofern verschiedene Farben/Rassen vorrätig. Trotzdem hat so manche Katze für Überraschung gesorgt, wenn seltsam gefärbte Kätzchen im Nest lagen, die nach allen Regeln der Genetik beider angedachten Elternkombination definitiv nicht möglich sind.

Zuchtstationen, wo sich Kater aller möglichen Rassen in kleinen Gehegen tummeln, gab es auch früher schon, ebenso Menschen, die mit Züchten überhaupt nichts am Hut haben, aber einen Vollkater halten und natürlich gerne ausgewählten (!) Mädchen zur Verfügung stellen.

In der Regel hält/hielt ein Züchter die Kater, die er für seine Mädels samt Zuchtprogramm braucht. Dessen Grenzen heute vielfach weiter gesteckt sind, nicht nur weil er/sie vielleicht mehrere Rassen züchtet, sondern innerhalb einer eine ganze Palette von Farben hat – und natürlich für Deckungen freigibt.

Andernfalls Erklärungsnotstand herrscht, da in deutlich mehr Catterys als früher auf ein Mädchen zwei Kater kommen. Oder in Farben vorhanden sind, die auf keins der Mädchen passen – okay, zumindest streng genommen, angesichts der farbenfrohen Stammbäume sieht man das jetzt weniger eng.

Trotzdem riecht das ein wenig nach gewinnorientiert, oder?
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RENT A CAT

Den Mädels geht’s freilich nicht besser, und da sind keineswegs nur „Großzüchter“ im Spiel, denn etliche Sparefrohs finden überhaupt nichts dabei, mal einen Wurf zu machen und die Katze dann weiterzugeben.

Und weiterzugeben…

Häufig mit Überpreis, weil man ja nicht warten muss, bis sie alt genug ist, sondern sofort einsatzbereit. Manche werden auch für einen oder zwei Würfe verliehen (bei Katern schon lange praktiziert) und dann retourniert wie geborgte Gläser nach der Party.

Total praktisch. Man hat, was man braucht (wozu auch immer), und muss sich nie mit alten Katzen oder Kastraten plagen.

Oder Mieze hat’s nicht gebracht, oder Wurfschwester ist ja noch da. Oder eigentlich braucht man sie gar nicht, dann fort mit ihr und flugs eine neue her.

Ohne irgendetwas im Hinterkopf zu haben, als DEN Überflieger, die Sensation und/oder DEN Verkaufsschlager. Und ganz offensichtlich ohne etwas IM Kopf zu haben, das nur annähernd einer seriösen Zuchtpraktik entspricht, werden Katzen angeschafft und gewechselt wie Handys, solange Gebärmutter und Kondition halbwegs mitspielen. Geht irgendwann mal gar nichts mehr, geben wir sie halt einem unterbeschäftigten Kater, damit der was hat, an dem er sich abreagieren kann.

Nein, das habe ich mir nicht aus den Fingern gesogen und ist auch beileibe kein Einzelfall. Im Gegenteil.

Verstehen Sie das?

Das Unverständnis potenziert sich zudem, weil diese Züchter durchaus eine Lieblingskatze haben oder einigen Zuneigung entgegenbringen, die im Bett schlafen dürfen und verhätschelt werden. Ja, manche bringen ihr Leistungssoll, aber so manche hat ein Herz berührt, das offenbar für die restliche Meute nicht zu schlagen scheint.

Jedenfalls berichten immer mehr Züchter bekümmert, wie sehr sie sich getäuscht fühlen, und viele bemühen sich, ihre Katze wieder zurückzuholen. Andere klagen, belassen es aber dabei – und tappen mitunter wieder und wieder in die gleiche Falle, da man doch in Menschen nicht hineinschauen kann.

He, wo bleibt das Bauchgefühl?

Sicher, das fehlt auch schon mal alten Züchterhasen oder wird ignoriert angesichts sich häufender kollegialer Anfragen, die fast jedem Ego schmeicheln. Besonders wenn das Ausland anklopft. Grundsätzliches Misstrauen bringt zwar keinen weiter, gesundes schon.

Aber alles kann zum eitle Blendwerk mutieren, wenn einer den Hals nicht voll kriegt.

Und dann sieht’s übel aus…

für die Tiere!

Denn sie bezahlen oft nicht nur mit ihrer Seele.
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Herzlichen Dank für die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses tollen Artikels
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© Autorin, Katzen Extra - Ausgabe 10/2010

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